Tom Kretschmer

… ist unter anderem gelernter Fotograf, diplomierter Grafikdesigner und interdisziplinärer Kopf hinter »Lieber Analog«. Inspiriert durch das Studium »Waldmanagement« an der HNE Eberswalde interpretiert er die Zusammenhänge im Ökosystem und arrangiert diese intuitiv auf seine eigene künstlerische Art. Das Formen mit Licht ist dabei ein essenzielles Ausdrucksmittel.

Visuelle Experimente wagen
und dabei dem analogen Prozess vertrauen,
in dem die Natur unergründlich
und unberechenbar ist.

tom kretschmer lieber analog portrait

Ausstellungen 

Auswahl

2021
Lost Art Festival

Umspannwerk Reinickendorf

2021
Natur-Mensch

Nationalpark Harz
St. Andreasberg

2020
Aufklärung. mit. machen

Gleimhaus, Halberstadt

2019
Arbeitspause
Fotogalerie Friedrichshain

2017
The Dark Rooms
Willner Brauerei Berlin

Auszeichnungen

Auswahl

2021
Andreas-Kunstpreis

2. Preisträger

2019
Andreas-Kunstpreis
1. Preisträger

2010
Best Director Award
New Media Shorts Award
Int. King Bonn Festival

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Tom Kretschmer
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Artist Statement

Wasser und Staub, Schatten und Licht, Baum und Borken­käfer. Visuelle Experi­mente wagen und dabei dem analogen Prozess vertrauen, in dem Natur unbe­rechen­bar und uner­gründlich ist. Ihre Phäno­mene entzückt wahr­nehmen und inter­pretieren. Und als eine Art poetische Biologie neu arrang­ieren, um dabei zu staunen und staunen zu lassen – das ist meine Passion.


Warum analog?

Erst beim analogen Prozess, Phänomene auf andere Medien zu übertragen, formen sich meine Gestaltungsvorstellungen. Es entsteht eine dem menschlichen Maß entsprechende und ganz eigene Art von Präzision: Unberechenbar, Unergründlich und Natürlich. Digitales würde ausgleichen und sich an einem mathematisch festgelegtem Vorgehen orientieren. Zu glatt für das menschliche Auge und nicht offen genug, um Ausdruck zu vermitteln.


Rezensionen

Der Installationskünstler Tom Kretschmer ist eine 'Pasionaria von Naturphänomenen'; gleichzeitig spielt er mit eben dieser Natur, will begreifbar machen, verwandelt und operiert mit unterschiedlichsten medialen Mitteln, folgt ihrem Treiben und Wirken, horcht in sie hinein.
Er forscht mit seinen Werken an den Grenzen und Parallelen von Physik und Ökologie. Der analoge Prozess und das Modellieren mit Licht, Sound und Kinetik sind dabei wichtige Gestaltungselemente.

→ Programmheft, Lost Art Festival 2021

Tom Kretschmer verleitet dazu, die kleinen unscheinbaren Dinge neu zu sehen und die Welt anders wahrzunehmen. Der Betrachter erlebt eine Forschungsreise und gewinnt, ohne es zu merken, tiefe Erkenntnisse über subtile Wirkweisen der Natur. So fließt die Natur in die Kultur, eine zu Kunst gewordene Erkenntnis. Seine Arbeiten gleichen dem mäandernden Lauf eines Flusses und sind kaum kategorisch fassbar und man weiß nie sofort, ob es sich um analog oder digital komponierte Ausschnitte der Natur handelt.

→ Berit Elfbin Lacher, Kuratorin der Ausstellung »Aufklärung. mit. machen«

Tom Kretschmer geht es ums Schauen, Hören, Sammeln, Forschen und Denken, um die Wunder der Natur, um die Freiheit des Geistes zu erfassen: die Katastrophe einerseits wird zur Schönheit andererseits: Einem Alexander von Humboldt gleich, getrieben von unbändiger Neugier und Entdeckerlust robbt er nicht durch den Dschungel des Amazonas, sondern durch das Unterholz des Harzes. Dabei entdeckt er die Schönheit des fatalen Verfalls der Wälder durch Monokultur und Borkenkäfer und vergleicht seine Spuren mit denen der Bagger, die Borneo zerstören; weil scheinbar nur noch eines wichtig ist: Wachstum für die westliche Welt.

→ Nikola Gazzo, Kulturwissenschaftlerin

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